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Sehenswertes im Schnalstal und der Ferienregion Meraner Land

Das Schnalstal ist ein Seitental des Vinschgau und gehört zur Ferienregion Meran. Es ist das am dünnsten besiedelte Tal Südtirols. Neben Wandern und Gletscherskifahren hat es einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Bekannt wurde das Tal natürlich durch den Fund des „Ötzi“. Aber auch der Vernagter Stausee, Karthaus mit seinem ehemaligen Kloster oder die  Wallfahrtskirche „Unser Frau“ sind lohnenswerte Ausflugsziele.

Hier unsere Ausflugstipps für Kulturinteressierte oder wenn das Wetter mal nicht so mitspielt.

Die Ötzi Fundstelle

Das deutsche Ehepaar Simon machte 1991 während eines Schnalstal-Urlaubs einen sensationellen Fund. Auf ihrer Wanderung am Alpenhauptkamm zwischen Similaun und Finailspitze stießen sie auf eine männliche Leiche, die aus dem Eis ragte.

Die Gletschermumie vom Hauslabjoch, auch bekannt als „der Ötzi“ hatte laut Forschern vor 5300 Jahren in der Jungsteinzeit gelebt und war beim Überqueren des Gletschers gestorben. Auch heute noch ist die Tour zur Fundstelle eine beliebte Wanderung. (Aber Achtung: das Ganze ist kein Spaziergang. Neben gutem Schuhwerk braucht es hier einen erfahrenen Bergsteiger für die Gratwanderung.)

Ötzi Glacier Tour

Diese geführte Bergtour bringt Interessierte zu Fuß oder mit Skiern vom Schnalstaler Talschluss zur Ötzi-Fundstelle, dem Tisenjoch auf 3.210 m Seehöhe. Die archäologischen Bedeutung sowie das einzigartige Naturerlebnis Gletscher machen diese Tour zu etwas Besonderem. Außerdem lernt man auf dieser Gletschertour das Gehen in der Seilschaft und das sicher Überwinden von drahtseilversicherten Felsstellen. Die Tour findet jeden Dienstag und auf Anfrage statt.

Zeitraum: Juni – Oktober (Gletschertrekking) und November – Mai (Skitouren)
Anforderungen und Teilnahmebedingungen: körperliche Grundkondition; keine alpine Bergerfahrung erforderlich; bei Skitour: gute Parallelfahrkenntnisse, keine Skitourenkenntnisse erforderlich; bei Familienterminen: Mindestalter von 12 Jahren.

Archeoparc

Das archäologische Freilichtmuseum in der Nähe der Ötzi-Fundstelle präsentiert auf 4.000 m² den Lebensraum und die Lebensweise von Ötzi und seinen Zeitgenossen in der Jungsteinzeit vor 5.300 Jahren. Mit einem Fernrohr kann man von hier aus auf die Fundstelle des Ötzi sehen. Die rekonstruierte Ötzi-Ausrüstung ist ebenso zu bewundern wie nachgebaute Hütten aus dieser Zeit. Diverse Workshops zu damaligen Lebensgewohnheiten runden das unterhaltsame Familienangebot ab.
Neu ab 16.Juli 2017: nach langen Bauarbeiten wird das Freigelände verdoppelt und mit neuen Attraktionen ausgestattet. In neun 1:1 Hausmodelle in drei Hausgruppen wird zukünftig gezeigt, wie Ötzis Nachbarn in den Alpentälern und südlich und nördlich davon gebaut haben könnten. Besonderes Highlight des neuen Geländes wird der Einbaum-Steg sein. Am Parcours 2 und 3 kann man nämlich dann Bogen schießen, Brot backen, alte Handwerkstechniken ausprobieren und Einbaum-Probefahren.

Ötzimuseum Bozen

„Ötzi, der Mann aus dem Eis“. Mit diesen Worten begrüßt das Archäologie-Museum in Bozen seine Besucher. Die Mumie lagert in einer speziell entwickelten Kühlkammer und kann durch ein kleines Fenster angeschaut werden. Verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Kleidungsstücke wurden aufwändig restauriert, um sie so dem interessierten Publikum auf informative Weise zu präsentieren.

Vernagt am See

Der kleine Ort Vernagt liegt auf 1.689 m Meereshöhe am Vernagt-Stausee im Schnalstal. Der in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts angelegte Stausee ist bekannt wegen seines türkisfarbenen Gletscherwassers und durch die Tatsache, dass man bei niedrigem Wasserstand einen Kirchturm aus dem Wasser ragen sieht. Dieser gehört zu einer Kirche, die einst zusammen mit acht Gehöften in den Wassermassen verschwand. Bei schönem Wetter ist der Seerundweg eine beliebte Wanderung, bei der man immer wieder das türkisfarbene Wasser bewundern kann. Die acht Höfe können im Oberraindlhof bewundert werden, dort hängen sie verewigt in den Holzschnitten des Schnalser Künstlers Friedrich Gurschler.

Karthaus mit dem ehemaligen Kloster Allerengelsberg

Hinter dem beschaulichen Dorf Karthaus steckt eine historisch interessante Geschichte. Im Jahr 1326 wurde von den Kartäusermönchen das Kloster Allerengelberg gegründet. Hier lebten in Stille und Abgeschiedenheit über 400 Jahre lang die Ordensbrüder des Klosters. 1782 wurde das Kloster aufgelöst und die Gebäude zu Wohnhäusern umfunktioniert. Noch heute ist die alte Struktur, trotz eines verheerenden Dorfbrandes im Jahr 1924 gut erhalten und kennzeichnet eines der idyllischsten Bergdörfer Südtirols. Die Besichtigung des Klosterdorfes ist ganzjährig möglich. Für Interessierte finden im Sommer einmal wöchentlich Führungen statt.

Wallfahrtskirche Unser Frau

Das Dorf mit dem seltsam anmutenden Ortsnamen verdankt diesen einer Muttergottes-Statue, dem „Schnalser Miatarle“. Diese wurde im Jahr 1304 am Standort der heutigen Wallfahrtskirche gefunden. Wahrscheinlich hatten sie Pilger aus dem heiligen Land mitgebracht. Zur Ehrung dieser heiligen Statue wurde 1306 eine Kapelle errichtet. Der Legenden und der Diözese Chur zufolge, kam es zu zahlreichen Wundern in Unser Frau. Nach einem Umbau in gotischem Stil erfolgte 1756 eine Erweiterung in barockem Stil. Über einen Wallfahrtsweg, der an einem Stein mit Marienbild beginnt, gelangt man zur Kirche.

Schloss Juval – Messner Mountain Museum

Am Eingang ins Schnalstal thront hoch am Berg Schloss Juval. Diese mittelalterliche Burg gehört Reinhold Messner. Der Extrembergsteiger, Autor und Biobauer verbringt hier den Sommer. Seit 1983 wohnt der wohl berühmteste Südtiroler (nach unserem ÖtziJ)hier und hat das Schloss mittlerweile für interessierte Besucher zugänglich gemacht. Die Hauskapelle und ein Teil der privaten Räume mit dem Expeditionskeller sind längst nicht alles. Die umfangreichste Tibetika-Sammlung der Welt, eine Bergbild-Galerie und eine Sammlung religiöser Symbole sind nur ein Teil der umfangreichen Sehenswürdigkeiten des „Messner Mountain Museum“. Ein Shuttle-Bus steht für Besucher bereit, die das Schloss aber auch zu Fuß auf zahlreichen kleinen und feinen Wanderwegen von Naturns aus erreichen können.

Der schönste Garten Italiens auf Schloss Trautmannsdorff – Meran

Der botanische Garten Meran ist im historischen Schloss Trautmannsdorff angesiedelt und zeigt auf 12 Hektar mehr als 80 Beispiele von Natur- und Kulturlandschaften aus aller Welt. Herrliche Ausblicke auf die Bergwelt mischen sich hier mit exotische-mediterranem Ambiente. In der sonnigen Hanglage über Meran gibt es Waldgärten genauso wie Sonnengärten, Wasser- und Terassengärten und ursprüngliche Landschaften Südtirols zu erleben. Im Schloss selbst, das oft Aufenthaltsort von Kaiserin Sissi von Österreich war, hat seit 2003 das „Touriseum“  seine Heimat gefunden. Das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus berichtet von Geschichte, Identität und Perspektiven des Südtiroler Tourismus. Das „Touriseum“ und die Gartenlandschaft sind von April bis November täglich geöffnet.

Meran – Kurort mit Südtiroler Tradition und Mediterranem Flair

Meran wird oft als die schönste Kurstadt der Alpen bezeichnet. Das Kurhaus im Jugendstil, die Passerpromenade mit ihren Palmen, der Pferderennplatz und unzählige Kirchen und Denkmäler vereinen hier Südtiroler Tradition mit exotisch-mediterranem Flair. In der Innenstadt wechseln kleine feine Boutiquen mit Bauernmärkten ab – hier ist für jeden etwas dabei. Die Therme Meran ist eine kleine Wohlfühlwelt mitten im Stadtzentrum. Etwas außerhalb, in sonniger Hanglage direkt über Meran, thront Schloss Trautmannsdorff: Ein absolutes Highlight für Gartenfans, die sich in der prachtvollen Blumenwelt und den Themengärten verzaubern lassen wollen.

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