Wisst ihr, wofür ich den Erfindern des Mobiltelefons jeden Tag aufs Neue Vergelts Gott sage? Für meine Nachtruhe! Es gab nämlich Zeiten, da ging es bei mir rund, sobald der Mond hinter dem Tschigat aufging: Liebestolle Burschen schlichen sich an, warfen Kieselsteine gegen meine Fenster, stiegen über Leitern hoch, und am Morgen huschten die Gitschen mit seligem Lächeln über den Hof. Heute wird getippt statt geworfen. Aber die Liebesg’schichten sind nicht weniger geworden unter meinem alten Dach. Vier davon erzähle ich euch heute:
Anton und Aloisia: Der Schnauzbart und die moosgrünen Augen
Um 1900 herum stand Anton Raffeiner das erste Mal als Hausherr in meiner Stube. Er hatte den schönsten Schnauzbart weit und breit, und an seiner Seite eine Frau, der man hier oben gerne hinterherschaute: seine Aloisia mit den moosgrünen Augen. Wie genau sich die beiden gefunden haben, das hat selbst die wissbegierigste Verwandtschaft nicht mehr herausgekriegt. Aber das macht nichts. Manche Liebesg’schichten muss man gar nicht im Detail kennen, um zu spüren, dass sie eine waren. Meine Hofleute mögen sie sogar so sehr, dass sie ein paar meiner Zimmer nach dem Traumpaar benannt haben. Hier könnt ihr Anton und Aloisia anschauen.
Helmuth und Elisabeth: Der schüchterne Bruder muss tanzen
Helmuth war bei Gott kein Tänzer. Aber seine Schwester Romana brauchte für ihre Freundin Elisabeth einen Begleiter, also musste er wohl oder übel die Tanzschuhe hervorholen. Eines Abends um die Weihnachtszeit holte er die beiden Damen im „Tschellfigg“ am Stausee ab, es wurde getanzt, bis die Sohlen glühten, und die aufgeweckte Elisabeth fragte ihn auf der Heimfahrt, warum er denn so schüchtern sei. Damit war es eigentlich um ihn geschehen. Und dann dauerte es nicht mehr lange, da brachte der Helmuth seine Elisabeth zu mir herauf. Wie schön, dass sie geblieben ist!
Benjamin und Andrea: Gut Lieb will Weile haben
Kennt ihr den Gassenhauer „Tausend mal berührt … tausendmal ist nix passiert …“? So waren Benjamin und Andrea, sie kannten sich schon ewig. Dann kam die Weinwoche 2017 und ein Servicemitarbeiter (übrigens auch ein Benjamin) holte Andrea als allerletzte Hoffnung zum Aushelfen ins Haus. Ein ganzes Jahr lang ließ er sich Zeit, aber 2018 lud Benjamin seine Andrea zum ersten Date ein. Und schon bald war klar, dass die beiden ihr Herzblut gemeinsam in mich altes Haus stecken würden. Ich sage es ja immer: Manchmal braucht es einfach den richtigen Anruf zur richtigen Zeit.
Patrick und Sabrina: Beim Fotoshooting macht es „Klick“
Auch bei Patrick und seiner Sabrina hat es lange gedauert, bis es wirklich gefunkt hat. Immer mal wieder ja, aber nie lang genug. Dann kam jener denkwürdige Tag, an dem hier bei mir ein Fotoshooting stattfand. Sabrina stand vor der Kamera und zeigte sich von der besten Seite. Und wer war schockverliebt? Mein Patrick. Spätestens an diesem Tag war ihm klar: Diese Frau muss er für sich gewinnen. Dass Sabrinas damaliger Freund beim Fotoshooting dabei war, konnte ihn nicht entmutigen. Und tatsächlich: Heute ist sie seine.
Und jetzt ihr! Habt ihr euch bei mir verliebt? Meine Hofleute freuen sich auf eure Geschichten: info@oberraindlhof.com




