Stammgastpost: Plumpsklo, Silberdisteln und Bergblicke

21.02.2025

Annedore Wille kennt mich altes Haus seit vielen Jahrzehnten. Jetzt hat sich die liebe Stammgästin die Zeit genommen, mir einen Brief zu schreiben und erlaubt, dass ich ihn mit euch allen teilen darf! Was für wundervolle Erinnerungen du zum Leben erweckt hast, liebe Annedore! Vergelt’s Gott dafür! Ihr wollt es ihr gleichtun? Hier könnt ihr mir direkt antworten. Und jetzt: Viel Freude beim Lesen!  

 

 

Lieber guter alter Oberraindlhof,

 

wie sehr habe ich mich gefreut, wieder von dir zu hören! Und wie es oft so ist, wenn man in Erinnerungen schwelgt, tauchen plötzlich Bilder aus längst vergangenen Tagen auf.  

 

Es muss Mitte oder Ende der 1970er-Jahre gewesen sein, als wir euch zum ersten Mal besuchten. Ich erinnere mich noch gut: Zum Waschen gab es nur kaltes Wasser, und die Toiletten – ein einfaches Plumpsklo – befanden sich auf dem Balkon. Als ich und mein inzwischen verstorbener Dietolf vor ein paar Jahren noch einmal dort waren, mussten wir herzlich lachen. Denn genau unter der Stelle, wo einst das Abfallrohr des Plumpsklos verlief, konnte man nun gemütlich sitzen.  

 

Dietolf trieb damals allerhand Schabernack mit Wolfgang, und Volkhard bewunderte Helmuth für seine Bienen. Übrigens habe ich von Wolfgang gelernt, dass man den Boden der Silberdistel – heute natürlich streng geschützt! – ähnlich wie Artischockenböden essen kann.  

 

Meine Mutter saß oft mit Helmuths Oma auf der Bank oben am Waldrand, und die beiden unterhielten sich angeregt. Und dann ist da noch dieser wunderbare Blick von eurem alten Hof auf die Texelspitze – ein Anblick, den Dietolf immer wieder bestaunte, als wir vor einigen Jahren noch einmal dort waren. Wusstest du eigentlich, dass Helmuths Mutter das Gipfelkreuz mit hinaufgetragen hat? Sie erzählte es mir damals voller Stolz.  

 

Ja, so viele schöne Erinnerungen sind wieder lebendig geworden!  

 

Ich wünsche dir und der ganzen Familie Raffeiner alles Gute.  

 

Herzliche Grüße,  

Annedore Wille

 

 

Nota bene: Wenn ihr lieber Fotografien erstellt, als schreibt und auf Instagram aktiv seid: markiert @deroberraindlhof und benutzt #oberraindlhof – wir teilen eure schönsten Augenblicke gerne in unserer Story! 

Liebe Gäste und Freunde des Oberraindlhofs!

Mitten im Winter habe ich altes Haus Frühlingsgefühle, es ist eine gewisse Aufbruchstimmung zu spüren. Dieses Geheimnis ist nicht sonderlich gut gehütet, aber ihr sollt es trotzdem zuallererst erfahren:

 

Am 08. März schließe ich meine Türen. Aber nur für ein paar Monate! Ich bekomme so etwas wie eine behutsame Erneuerung für historische Häuser, eine Frischzellenkur, wenn ihr wollt. 

 

Ab 04. Juli erwarten euch dann ein neuer Eingangsbereich, eine neue Rezeption, Bar, Lobby und vier brandneue Zimmer. Natürlich sind meine Hofleute für euch da! Ruft sie einfach an oder schreibt ihnen, sie freuen sich, euch zu hören!

 

Ich freue mich auf alles was kommt,

euer Oberraindlhof

Lasst uns telefonieren